Die Kraftstoffkosten unserer Autos belasten das monatliche Budget erheblich. Die Preise für Benzin und Diesel werden nach den Erwartungen aller Experten künftig weiter steigen. Um die individuelle Mobilität bezahlbar zu halten, suchen viele Autofahrer nach Alternativen für den Kraftstoff oder sogar denn gesamten Antrieb des Fahrzeuges.
Um ein Auto auf den Betrieb mit Gas umzustellen, sind mehrere technisch mehrere Möglichkeiten vorhanden. Als Energieträger kann entweder Erdgas oder Flüssiggas eingesetzt werden. Die Umrüstungen der Motoren und Fahrzeuge verlaufen prinzipiell ähnlich. Im Fahrzeug wird ein druckfester Gastank installiert, der die Prüfkriterien für Unfälle bestanden haben muss. Es sind einzelne Fahrzeuge bereits ab Werk mit einer Gasanlage für Ergas oder Flüssiggas bestellbar. Bei anderen Autos werden je nach Modell Bausätze zur Nachrüstung angeboten. Das Gas gelangt durch den Eigendruck aus dem Tank in Richtung Motor und muss nicht gepumpt werden. Dort wird es über einen Verdampfer in den Motor geleitet und die Verbrennung von der vorhandenen Motorelektronik gesteuert. Die Tankanlagen werden häufig anstatt des Reserverades eingebaut. Der Benzintank bleibt erhalten und kann weiter genutzt werden, wenn das Gas verbraucht ist.
Elektroautos haben keine Verbrennungsmotoren und produzieren keine Abgase. Ihre Batterie ist wegen ihres Gewichtes meist im Fahrzeugboden untergebracht, um den Schwerpunkt günstig zu gestalten. Der oder die Elektromotoren können Achsen oder einzelne Räder antreiben. Auf ein Getriebe kann bei vielen Elektrofahrzeugen völlig verzichtet werden, wodurch erhebliches Gewicht eingespart wird. Die Motorelektronik versucht die Energie der Batterie beim Rollen und Bremsen durch Rückgewinnung wieder der Batterie zuzuführen. Elektroautos haben dennoch relativ geringe Reichweiten von etwa 100 km. Einzelne Fahrzeuge erreichen mehr als 300 km Reichweite, sie sind jedoch sehr teuer. Die Ladezeit einer leeren Batterie kann mehrere Stunden betragen und selbst im Schnellladevorgang sind etwa 1,5 Stunden einzuplanen.
Die Umweltfreundlichkeit der beiden Antriebsarten ist abhängig von ihrer verwendeten Primärenergie. Flüssiggas und Erdgas gehören zu den fossilen Brennstoffen und verursachen Abgase und CO2. Sie sind jedoch umweltfreundlicher und preiswerter als der Betrieb mit Benzin oder Diesel. Ob ein Elektrofahrzeug umweltfreundlicher ist, hängt von der Erzeugungsart des eingespeisten Stroms ab. Bei der Stromerzeugung wird eventuell durch Kohle oder Gas die Umwelt belastet. Atomstrom hinterlässt Entsorgungsprobleme und Gefahren. Nur wenn der für das Elektroauto verwendete Strom aus nachhaltig regenerativen Erzeugungsformen stammt, schlägt das Elektroauto das Gasfahrzeug in der Umweltbilanz. Denkbar für eine ökologische und umweltschonende Stromerzeugung wären hier Wind- oder Solarstrom, Wasserkraft oder Biogasanlagen. Kommen sie zum Einsatz, ist das Elektroauto deutlich umweltfreundlicher als ein gasbetriebenes Fahrzeug.
Interessante Blogs:
http://www.mein-elektroauto.com/
Video – Elektro-Auto