Category Archives: Kraftstoffe

Gaspreisvergleich: Nicht nur für Erdgasautos nützlich

Der Gaspreisvergleich im Internet wird von Verbraucherschützern und der Stiftung Warentest empfohlen, er sollte regelmäßig durchgeführt werden. Online-Rechner unterstützen den Preisvergleich, über die Eingabe der eigenen Postleitzahl und des persönlichen Verbrauchs kann zudem der günstigste Tarif ermittelt werden.

Wie wird ein Gaspreisvergleich durchgeführt?
Es wird auf dem Online-Rechner die eigene Postleitzahl und der Jahresverbrauch der letzten Abrechnung eingegeben (in Kilowattstunden). Wenn dieser nicht bekannt ist, schätzt der Online-Rechner aufgrund der eigenen Haushaltsgröße den Jahresverbrauch. Das gibt zwar keine genaue Auskunft über einen möglichen Tarif, aber ein Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern ist auf diese Weise ebenso durchzuführen. Die Postleitzahl wiederum ist entscheidend, weil Gas durch Leitungen geschickt wird, die Kosten verursachen. Der Tarifrechner ermittelt, wie weit Sie es bis zum nächsten günstigen Versorger haben.
Für einen genauen Vergleich können Sie nun verschiedene Tarifoptionen einstellen. Dazu gehört, dass Sie Tarife mit Vorkasse und Kaution gänzlich ausschließen. Das wird empfohlen, es muss aber nicht in jedem Fall so eingestellt werden. Man geht aus Vorsicht davon aus, dass ein Anbieter, der von Ihnen Vorkasse erhalten hat, diese im Falle seiner Insolvenz in der Regel nicht zurückerstatten kann. Insolvenzen sind allerdings sehr selten, im Jahr 2011 wurde bundesweit ein einziger Fall bekannt. Die Tarife sind preiswerter, wenn Vorkasse gezahlt wird.
Des Weiteren können Optionen wie Biogas und Klimatarife eingestellt werden, mit einem einmaligen Wechselbonus und mit vollständiger oder eingeschränkter Preisgarantie. Den Wechselbonus sollte jeder Verbraucher mitnehmen, wenn er schon den Anbieter wechselt. Die Preisgarantie wirkt sich positiv aus, wenn a) der Preis auch niedrig ist und wenn b) mit eventuell steigenden Gaspreisen zu rechnen ist. Bei sinkenden Gaspreisen hingegen würden Sie durch eine Preisgarantie irgendwann mehr bezahlen als nötig. Deshalb sollte sie auf etwa ein Jahr gewählt werden.

Was ist bei den Gaspreisen zu erwarten?
Es heißt zwar stereotyp, dass die Gaspreise ständig weiter steigen werden, allerdings ist so etwas nie ausgemachte Sache. Sie können auch einmal sinken, beispielsweise bei lahmender Weltkonjunktur und dadurch sinkenden Rohstoffpreisen. In den letzten Jahren jedoch geht der Trend leider strikt nach oben. Es sind auch nicht nur Rohstoffpreise, die auf den heimischen Gaspreis durchschlagen, sondern auch Steuern und Gebühren, die aufgrund politischer Entscheidungen auf die Energiepreise aufgeschlagen werden. Deutschland hat eine Energiewende eingeläutet, es will mehr in erneuerbare Energien investieren. Hierzu können auch Steuern erhöht werden, ein Bestandteil des Gaspreises ist die Ökosteuer. Daher ist eine künftige Prognose über den Gaspreis Ende des Jahres 2011 sehr schwer anzustellen, ein Gaspreis Vergleich lohnt sich immer.
Experten gehen davon aus, das Erdgas im Jahr 2020 der zweitwichtigste Energieträger in Deutschland sein wird. Die Abschaltung von Atomkraftwerken im Jahr 2011 muss kompensiert werden, am schnellsten geht das über Erdgas. Ein steigender Bedarf dürfte steigende Preise verursachen, dem können jedoch wieder Tendenzen auf dem Weltmarkt entgegenwirken. Wenn es hier aber auch zu steigenden Rohstoffpreisen kommt, wäre die Entwicklung für deutsche Gasverbraucher fatal. In diesem Moment könnte eine Preisspirale nach oben drohen. Vergleichen Sie daher stets die Gaspreise im Internet, hier sind für eine Kleinfamilie Ersparnisse von bis zu 800 Euro jährlich möglich.

Hier meine persönlichen Link-Tipps:

verivox.de -  Mein Favorit für den Gasvergleich

gasanbieter-vergleichen.com – Schritt für Schritt-Anleitung zum einfachen Wechsel des Gasanbieters

battletech-newsletter.de – interessante Infos zum Gasvergleich

Und abschließend noch ein sehenswertes Video zum Gasvergleich:

Wie teuer ist die Umrüstung beim Auto auf Gas und was muss man berücksichtigen?

Die Kosten für die Umrüstung auf Autogas bewegen sich pauschal zwischen 1.300 bis 2.450 Euro je nach Art der Anlage und der Größe des Motors. Der Umbau amortisiert sich durch die niedrigen Kraftstoffpreise für Autogas bei einer jährlichen Laufleistung von nur 10.000 Km nach durchschnittlich drei Jahren.

Was ist Autogas?
Das in Ottomotoren einsetzbare Autogas ist LPG (Liquefied Petroleum Gas), es ist nicht mit den Flüssiggassorten LNG und CNG zu verwechseln. Es entsteht als Nebenprodukt bei der Erdölraffinerie und ist daher entsprechend preiswert. Zudem werden große Steuervorteile auf LPG gewährt, die vorläufig bis zum Jahr 2018 festgeschrieben sind. Diese Vorteile beruhen auf der umweltfreundlichen Verbrennung von LPG, gegenüber Benzin werden Stickoxide um 80 Prozent, CO2 um 15 Prozent und Kohlenwasserstoffe um 50 Prozent reduziert. Auch die Abgasreinigung in Katalysatoren funktioniert bei LPG sehr effektiv. Diese Vorteile bestehen sogar trotz des geringfügigen mengenmäßigen Mehrverbrauchs (etwa 5 bis 15 Prozent je nach Anlage und Motortemperatur). Da Autogas gut komprimierbar ist und einen höheren Brennwert als Benzin hat, erhöht sich die Reichweite des Fahrzeugs erheblich, 1.000 km sind mit einer Tankfüllung möglich. Die Fahrzeuge werden allerdings bivalent betrieben, das heißt mit LPG und einem Benzintank gleichzeitig. Dadurch sind 1.300 bis 1.400 km ohne Tankstopp realistisch. Nahezu alle Ottomotoren können auf Autogas umgerüstet werden, wodurch auch Wartungskosten sinken. Der Durchschnittspreis für LPG-Kraftstoff liegt im Herbst 2011 bei rund 74 Cent pro Liter.

Die Umrüstung und ihre Kosten
Es werden für die Umrüstung teilweise Kosten von nur 1.100 Euro und auch von bis zu 3.500 Euro genannt, das sind Extremwerte. Eine Recherche bei führenden Anbietern ergab, abhängig von der Zahl der Zylinder, ab 1.300 Euro für 3-Zylinder, ab 1.450 Euro für 4 bis 5 Zylinder und ab 1.500 Euro für 6 bis 8 Zylinder. Hierbei ist zu beachten, dass verschiedene Techniken eingesetzt werden, nicht jede davon ist für jeden Motor geeignet. Grundsätzlich werden die Fahrzeuge mit Benzin gestartet, bei Erreichen der Betriebstemperatur erfolgt die Umschaltung auf LPG. Moderne Anlagen nehmen die Umschaltung automatisch vor. Man unterscheidet Anlagen mit Flüssigeinspritzung (DI- oder LPi-Anlagen), sequenzielle Anlagen und Venturianlagen. Jede von ihnen ist für bestimmte Motoren besonders geeignet. Die Umrüster erstellen daher auf Anfrage kostenlose Hilfestellung und Preiskalkulationen je nach Fahrzeugtyp. Die Automobilhersteller geben diese Hilfestellung (noch) nicht. Auch für Benzin-Direkteinspritzer (TSI und FSI) gibt es inzwischen Autogasanlagen, zu unterscheiden ist zwischen der Benzin-Beimengung (VSI-DI-System) oder den Flüssig-Einspritzern (LPi).
Bei den Kosten für die Umrüstung ist in Rechnung zu stellen, dass das Fahrzeug durch den TÜV muss, was in den Preisen einer deutschen Werkstatt enthalten ist, einer polnischen oder tschechischen jedoch nicht. Zudem ist bei einer LPG-Umrüstung auf Qualität zu achten. Im Jahr 2011 wird durchweg, auch von unbefangenen Autoren, eine deutsche Fachwerkstatt empfohlen. Dort sollte für das eigene Fahrzeug ein individueller Kostenvoranschlag eingeholt werden.

Hier ein paar interessante Blogs:

http://web.de/magazine/auto/

http://www.fri-net.net/

 

Diesel soll teurer werden

Diesel soll nach einer Vorlage der EU-Kommission teurer werden. Die Steuervorteile, bislang der stärkste Anreiz für den Kauf eines Dieselfahrzeuges, sollen gekippt werden. Der Kraftstoff soll sogar weit höher als Benzin besteuert werden. Nach dem E10-Flop fragen Autofahrer nun nach Alternativen. Möglicherweise könnte sich Erdgas in größerem Stil als bisher durchsetzen.

Die Diesel-Pläne der EU-Kommission

Wenn die Kommission ihre Pläne wahr macht, würde Diesel in Zukunft um 17 Prozent höher besteuert als Benzin. Ein Liter Diesel würde in Deutschland dann um 30 Cent teurer. Werner Langen, Chef der CDU/CSU-Euroabgeordneten, sprach von einer Bestrafung für sparsame Diesel-Fahrer. Das Konzept für die Diesel-Steuer stammt vom litauischen EU-Steuer-Kommissar Algirdas Semetana. Mitte Juni 2011 will er einen Gesetzesentwurf vorlegen, der eine Vereinheitlichung für europäische Mindeststeuersätze der Kraftstoffe Heizöl, Benzin und Diesel vorsieht. Die Besteuerung würde künftig nach Energiegehalt und CO2-Ausstoß erfolgen, Diesel müsste damit höher besteuert werden, sein Energiegehalt liegt über dem von Benzin. Bei der Übernahme der Pläne hätte das für deutsche Fahrer eines Dieselfahrzeuges dramatische Konsequenzen. Die Mineralölsteuer liegt gegenwärtig bei 66 Cent für Benzin und 47 Cent für Diesel. Für Diesel müsste sie nach den Plänen auf 77 Cent steigen, eine 64%-tige Erhöhung. Die Aktion wäre gegen alle wirtschaftliche Vernunft.

E10 wird kaum getankt

Der Kraftstoff E10 bleibt derweil ein Ladenhüter, allen Beschwichtigungsversuchen und Fahrzeuglisten zum Trotz. Die Diskussion zu Beginn des Jahres 2011 war eindeutig genug. Genaueres über den möglichen Motorenverschleiß durch E10 wird man in ein bis zwei Jahren wissen, wenn es aus den Werkstätten belastbare Ergebnisse über Schäden durch E10 gibt – oder auch nicht. Der ADAC hat in einer Studie im April 2011 vorläufig einen Mehrverbrauch von 1,5 Kraftstoff beim Tanken von E10 konstatiert, aber das dürfte nicht wirklich ins Gewicht fallen. Die Angst vor Schäden am Fahrzeug ist wesentlich gravierender, zumal diese schon nach einmaliger Betankung eintreten können. Von den Herstellern kamen zum Teil widersprüchliche Angaben, welches Fahrzeug genau E10 verträgt. Das trägt zur Vertrauensbildung nicht bei. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, und das sind die meisten Autofahrer, verzichtet auf E10. Auf www.knittel.de/ gibt es einige Infos mehr zu dem neuen Treibstoff.

Erdgas als Alternative?

Erdgas wird als Kraftstoff noch bis 2018 steuerlich begünstigt und bringt unschlagbare Kostenvorteile. Die Umrüstung amortisiert sich in der Regel innerhalb eines Jahres. Auch technisch ist es anderen Kraftstoffen ebenbürtig, sodass man sich fragt, warum noch nicht mehr Autofahrer umgestiegen sind. Vielleicht liegt es nur an der mangelnden Aufklärung. Im öffentlichen Nahverkehr fahren weltweit viele Busse und Taxis ausschließlich mit Erdgas.

Fakten über E-10

E10 ist ein Kraftstoff, der seit Anfang des Jahres 2011 an den Tankstellen angeboten wird und für eine Vielzahl an Diskussionen, Unsicherheiten und Protesten geführt hat.

Ziele der E10 Einführung

Die Europäische Union möchte bis zum Jahr 2020 den gesamten CO2 Ausstoß um 20% verringern. Aufgrund dessen verpflichtet die europäische Richtlinie über die Kraftstoffqualität alle Mitgliedsländer einen Kraftstoff auf den Markt zu bringen, der bis zu zehn Prozent an Bioethanol enthält. Die Europäische Union möchte mit der Einführung dieses E10 Kraftstoffes die Abhängigkeiten, an die Öl fördernden Staaten reduzieren und auch den CO2 Ausstoß minimieren, da Bioethanol als klimaneutral gilt. Dieser Effekt der Reduktion des CO2 Ausstoßes wird aber von zahlreichen Umweltorganisationen bezweifelt, da zur Herstellung von Bioethanol große Agrarflächen bereitgestellt werden müssen und so Waldflächen gerodet werden, was wieder negativ in die Umweltbilanz wirkt.

E10

E10 ist eigentlich nichts anderes als das alte Super-Benzin mit einem erhöhten Bioethanolanteil von nun 10%, statt wie früher 5%. Doch diese Erhöhnung um 5% kann zu zahlreichen unerwünschten chemischen Nebenwirkungen führen und daher vertragen nicht alle Autos den neuen Kraftstoff. Deshalb sollte man überprüfen, ob denn sein Automobil vom Hersteller für das Betanken mit E10 freigegeben wurde. Die Deutsche Treuhand Automobil GmbH (DAT) sammelt diese Daten und hat diese in einer Verträglichkeitsliste im Internet veröffentlicht. So kann nun jeder überprüfen, ob sein Auto freigegeben wurde.

Ethanol

Ethanol ist ein Alkohol, welcher sich aufgrund seiner Mischbarkeit mit Benzin optimal für einen Kraftstoffmix eignet. Das Bioethanol wird dabei vor allem aus Zuckerrohr in Brasilien gewonnen, aber auch in Deutschland kann man Ethanol vor allem aus Zuckerrüben, aber auch aus Weizen, Roggen oder sogar Mais gewinnen. Da diese Letztgenannten aber eher zu Lebensmitteln verarbeitet werden, ist dies eher selten.

Verträglichkeit

Aufgrund des hohen Alkoholanteils kann es, vor allem bei Bauteilen aus Aluminium, zu Korrosion kommen, wodurch das Bauteil zerstört werden kann. Weiterhin kann der Alkohol Kunststoffe angreifen, wobei es zu Undichtigkeiten kommen kann. Gerade Neufahrzeuge haben in der Regel keine Probleme mit E10, doch bei Automobilen, vor allem bei Autos, welche vor 2000 gebaut wurden, sollte die Verträglichkeit mit dem Hersteller abgeklärt werden.

Umweltschutz

Generell verursachen Biokraftstoffe weniger CO2 und auch die natürlichen Erdölvorkommen werden geschont. Bioethanol hat grundsätzlich eine neutrale CO2 Bilanz, da nur das CO2 verbrannt wird, welches die Pflanze während der Wachstumsphase aus der Atmosphäre aufgenommen wird. Doch wenn man auch den CO2 Anteil in die Rechnung aufnimmt, welcher für den Anbau, die Verarbeitung und die Rodung von Flächen für den Anbau frei wird, ist die CO2 Bilanz nicht mehr ausgeglichen und in manchen Fällen sogar wieder negativ. Generell ist ein höherer Bioethanolanteil eigentlich eine gute Möglichkeit von den fossilen Brennstoffen los zu kommen, doch muss die Rechnung mit allen Beteiligten gemacht werden und daher ist der Nutzen für den Umweltschutz umstritten.