Wie ermittelt man den Wert eines Gebrauchtswagens?

Die Suche nach einem Gebrauchtwagen ist eine spannende, aber teilweise auch recht mühsame Angelegenheit. Schließlich finden sich meistens eine ganze Reihe potenzieller Fahrzeuge im gewünschten Preisbereich, sodass die Frage, welches Angebot nun das beste ist, schnell zum entscheidenden Faktor wird. Doch die Wertermittlung eines Gebrauchtwagens birgt einige Tücken, hängt sie doch von etlichen Faktoren ab, bei denen auch noch die Gewichtung richtig eingeschätzt wird. Um das vermeintlich komplizierte auf das einfache zu reduzieren, bietet es sich deshalb an, nach einem festen Schema vorzugehen, dessen Punkt-für-Punkt-Struktur keine Übersicht vermissen lässt.

Faktor 1: Vergleiche mit dem Automarkt
Eine der ältesten Weisheiten der freien Marktwirtschaft besagt, dass der Wert eines Objekts nicht von Natur aus festgelegt ist, sondern immer genau so viel beträgt, wie Käufer zu zahlen bereit sind. Dieses alte Lied – das Lied von Angebot und Nachfrage – wird auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt immer wieder bestätigt. Ein Blick auf andere, möglichst gleichwertige Modelle ist deswegen der erste Schritt, um dem Wert des Autos ein Stück näher zu kommen. Wichtig hierbei ist vor allem das Markenimage des Fahrzeugherstellers, da dieses maßgeblich über den Wertverlust entscheidet. In jedem Fall gibt es dank der großen Autobörsen im Internet stets die Möglichkeit, anhand von anderen Modellen einen ersten Referenzpunkt zu erstellen.

Faktor 2: Auf- und Abwertungen des Autos
Nun wird es detailliert. Der mit Abstand wichtigste Faktor ist, ob der Gebrauchtwagen ein Unfallfahrzeug ist, oder nicht. Ist er es tatsächlich, führt dies direkt zu einer gewaltigen Wertminderung – selbst dann, wenn der Schaden völlig behoben wurde. Ist das Auto dagegen in Ordnung, spielen Faktoren wie Laufleistung, erneuerte Verschleißteile und Zusatzinvestitionen wie hochwertige Car Hifi-Systeme eine Rolle. Die Gewichtung der Faktoren entspricht dabei genau der genannten Reihenfolge; so sind die gefahrenen Kilometer eines Autos wesentlich wichtiger als etwa ein neues Radio oder neue Sitzbezüge.
Nicht zu vergessen ist auch die Frage nach Achtfachbereifung. Da ein zweiter Satz Reifen im Gebrauchtwagenhandel nur als optionale Zugabe zu verstehen ist, wertet ein vorhandener zweiter Satz das Gesamtpaket ein wenig auf. Dabei gilt natürlich: je neuer die Reifen, desto besser.

Faktor 3 und Tipp zugleich: Sich an den Profis orientieren
Es ist sicher nie verkehrt, all die genannten Punkte zu kennen. Zum Abgleich der Einschätzung ist es jedoch sinnvoll, eine datenbankgenerierte Wertermittlung im Internet vornehmen zu lassen. Diese ist kostenlos und dauert nur wenige Sekunden, an deren Ende der ungefähre Wert des Gebrauchtwagens steht. Zu beachten ist dabei jedoch, dass Faktoren wie Verschleißteile und anstehende Reparaturen nicht immer in die Rechnung einfließen. Der Computer kann also bloß eine sehr deutliche Richtung vorgeben, für die Endsumme allerdings ist auch ein wenig Eigeninitiative nötig.

Und was Sie beim Gebrauchtwagencheck alles berücksichtigen sollten, sehen Sie im folgenden Video:

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